Wie äußert sich ein verengter Harnleiter?

verengter harnleiterEin verengter Harnleiter, auch Harnröhrenstriktur oder Harnröhrenenge genannt, sorgt für eine Behinderung der Blasenentleerung. Betroffene bemerken, dass ein verengter Harnleiter vorliegt, wenn der Urinfluss beim Wasserlassen geschwächt ist und es zu einem Nachtröpfeln kommt.

Beim Urinieren ist es möglich, dass der Harnstrahl geteilt, unförmig oder unregelmäßig aussieht – besonders Männer können dies beobachten. Blut im Urin sowie häufiger nächtlicher Harndrang sind weitere Symptome bei einer Harnröhrenstrikur. Des Weiteren können Patienten auch unter Schmerzen beim Wasserlassen oder generell unter Schmerzen im Bereich des Damms leiden. Zu Schmerzen kommt es dann, wenn ein verengter Harnleiter zu einem Rückstau von Urin führt. Die Bildung von Restharn sorgt dafür, dass sich Bakterien und Keime leichter vermehren können und so Blasen- und Harnwegsinfektionen begünstigt werden.

Häufige Blasenentzündungen können ein Hinweis dafür sein, dass ein verengter Harnleiter vorliegt. Im weiteren Verlauf kann eine solche Infektion bis zu den Nieren hinauf steigen und zu einer Nierenbeckenentzündung führen. In extremen Fällen kann ein verengter Harnleiter einen kompletten Harnverhalt und somit eine akute Überdehnung der Blase hervorrufen.

 

Wie entsteht ein verengter Harnleiter?

Ein verengter Harnleiter kann durch verschiedene Umstände entstehen. Es ist möglich, dass sich nach Verletzungen oder Operationen Narbengewebe im Harnleiter bildet, das diesen verengt. Auch ein Blasenkatheter kann die Ursache für eine solche Verengung sein, ebenso wie Infektionen, in deren Folge sich durch Keime neues Gewebe bildet. Daneben können auch Fehlbildungen der Geschlechtsorgane dafür sorgen, dass ein verengter Harnleiter vorliegt.

 

Wie wird ein verengter Harnleiter behandelt?

In der Regel muss ein verengter Harnleiter operativ behandelt werden. Dabei stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung. Möglich ist das Legen eines Stents, also einer Art Stütze, mit welcher der Harnleiter dauerhaft leicht aufgespreizt wird. In einigen Fällen ist auch eine Schlitzung mit Hilfe eines Endoskops, seltener wird eine Aufdehnung, auch Bougierung genannt, durchgeführt. In wenigen Fällen muss ein der Harnleiter entfernt und durch eine Harnröhrenplastik rekonstruiert werden.

Generell sind Rückfälle auch nach einer Operation möglich, sodass eventuell mehrere Operationen durchgeführt werden müssen. Je nach Ausprägung der Verengung kann jedoch in einigen Fällen auch komplett auf einen operativen Eingriff verzichtet werden.1

 

 

 

Hinweis:

Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Leiden Sie unter dem oben beschriebenen Krankheitsbild, sollten Sie einen Facharzt aufsuchen und mit diesem gemeinsam eine geeignete Therapieform erörtern.

 


1 http://www.apotheken-umschau.de/harnroehrenstriktur