Wie äußert sich eine überaktive Blase?

ueberaktive blaseBei einer überaktiven Blase muss der Patient krankhaft häufig Wasserlassen. Betroffene verspüren häufigen und plötzlichen Harndrang, der ein sofortiges Aufsuchen einer Toilette nötig macht. Ist keine Toilette in erreichbarer Nähe, ist es möglich, dass der Harn unkontrolliert abgeht. Geschieht dies öfter, spricht man auch von einer Dranginkontinenz.

Die überaktive Blase kann das Leben der Patienten stark beeinträchtigen. Der Harndrang tritt meist unvermittelt auf und setzt Betroffene unter den ständigen Druck, sich in der Nähe einer Toilette aufhalten zu müssen. Dabei tritt der Harndrang unabhängig davon auf, wie viel getrunken wurde. Die Blase ist oftmals noch nicht gefüllt, wodurch der Harndrang nur schlecht kontrolliert werden kann.

 

Wie entsteht eine überaktive Blase?

Für eine überaktive Blase kann es viele Ursachen geben. Naheliegend sind Harnwegsinfektionen oder Blasensteine, die den ständigen Harndrang verursachen. Ebenso kann eine Störung der Nervenübertragung zwischen Blase und Gehirn der Grund für die überaktive Blase sein. Die Blase meldet dem Gehirn regelmäßig den Füllstand, um zum passenden Zeitpunkt Harndrang auszulösen. Geschieht dies jedoch, ohne dass tatsächlich ein entsprechender Füllstand erreicht ist, kann dies mit einer Übersensibilität der Nerven zusammenhängen. Bei einer überaktiven Blase stehen die Muskeln der Blase oftmals unter ständiger Anspannung.

Begünstigt werden die Symptome unter anderem durch bestimmte Medikamente, durch Übergewicht oder durch nervliche Vorerkrankungen. Auch psychosomatische Hintergründe können die Übersensibilität der Blase auslösen, ebenso wie ein falsch antrainiertes Toilettenverhalten.

 

Wie wird eine überaktive Blase behandelt?

Wichtig vor der Behandlung der überaktiven Blase ist die richtige Diagnostik. Dafür muss der Arzt unterschiedliche Untersuchungen durchführen. Je nach Ursache gibt es verschiedene therapeutische Ansätze. Hilfreich kann beispielsweise ein Blasen- oder Toilettentraining sein, um die Blase daran zu gewöhnen, wieder eine höhere Kapazität fassen zu können. Auch eine Elektrostimulation kann helfen, die Muskeln der Blase wieder zu entspannen. Blasensteine oder Harnwegsinfektionen können gut behandelt werden, sofern sie die Beschwerden auslösen. Bei der überaktiven Blase stehen zudem einige Medikamente zur Verfügung, die eine Entspannung der Blasenmuskulatur und dadurch eine höhere Blasenkapazität bewirken können. Daneben kann eine psychosomatische Behandlung und Verhaltens- bzw. Gesprächstherapie zu einer Linderung der Beschwerden beitragen.1

 

 

 

Hinweis:

Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Leiden Sie unter einem der oben beschriebenen Krankheitsbilder sollten Sie einen Facharzt aufsuchen und sich von diesem beraten lassen.

 


1 http://www.dgu.de/harninkontinenz.html