Blasenschwäche in der Schwangerschaft

blasenschwaeche schwangerschaftBlasenschwäche in der Schwangerschaft betrifft mehr Frauen, als man meint – viele Betroffene sprechen jedoch nur ungern darüber. Der Grund ist die Überdehnung des Gewebes, die mit dem Wachstum des Kindes und durch die Geburt entstehen kann. Der Beckenboden wird stark strapaziert, sodass es zu einer Schwächung der Beckenbodenmuskulatur und damit einhergehend auch zu einem geschwächten Blasenschließmuskel kommen kann.

Die Folge ist eine Blasenschwäche durch eine Belastungsinkontinenz in der Schwangerschaft. Dass Frauen in der Schwangerschaft häufig auf die Toilette müssen, ist kein Geheimnis – das hat jedoch mit dem Gewicht des Kindes zu tun, das auf die Blase drückt und ist noch kein Indiz für eine Blasenschwäche. Erst, wenn es bei körperlichen Belastungen wie beim Heben und Tragen, beim Niesen, Husten oder Lachen zu unwillkürlichem Harnverlust kommt, ist das ein Zeichen für einen zu schwachen Beckenboden und eine beginnende Belastungsinkontinenz.

 

Was tun gegen Blasenschwäche in der Schwangerschaft?

Wird eine Blasenschwäche in der Schwangerschaft deutlich, sollte dies in erster Linie mit dem behandelnden Arzt besprochen werden. Dieser kann die Beschaffenheit des Beckenbodens untersuchen und feststellen, ob eine Beckenbodenschwäche vorliegt. In diesem Fall sollte ein Beckenbodentraining angesetzt werden, um die Muskeln wieder zu stärken. Es gibt hierfür spezielle Übungen, die Frauen, während sie schwanger sind, gegen die Blasenschwäche regelmäßig durchführen sollten, um die Inkontinenz zu behandeln. Grundsätzlich kann gegen eine Belastungsinkontinenz auch die Einnahme von Medikamenten helfen, jedoch wird in den meisten Fällen hiervon in der Schwangerschaft und Stillzeit abgeraten.

 

Blasenschwäche in der Schwangerschaft vorbeugen

Über 20 Prozent der Schwangeren sind von einer Blasenschwäche betroffen. Das ist Grund genug, um bereits zu Beginn oder auch vor einer geplanten Schwangerschaft vorbeugende Maßnahmen gegen die Blasenschwäche zu ergreifen. Die Frauen sollten bereits vor der Schwangerschaft das Rauchen aufgeben, Übergewicht abbauen und auf eine ausgewogene Ernährung achten, um Verdauungsprobleme wie Verstopfung zu vermeiden, da häufiges Pressen den Beckenboden noch zusätzlich schwächen kann. Ebenfalls hilfreich sollen perineale Wärmepackungen sein, hierbei handelt es sich um Wärmebehandlungen im Bereich des Damms. Daneben kann Beckenbodentraining nicht nur im akuten Fall, sondern auch zur Vorbeugung einer Blasenschwäche in der Schwangerschaft durchgeführt werden.1

 

 

Hinweis:

Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Sind Sie vom oben beschriebenen Krankheitsbild betroffen, sollten Sie dies mit Ihrem behandelnden Gynäkologen besprechen und gemeinsam mit ihm geeignete Maßnahmen in die Wege leiten.

 


1 http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/urologische-krankheiten/harninkontinenz/article/842114/waehrend-schwangerschaft-laesst-inkontinenz-verhindern.html