Die Giggle Inkontinenz bei Kindern und Erwachsenen

giggle inkontinenzDie Giggle Inkontinenz beschreibt ein Phänomen, das in der Regel bei Kindern auftritt. Dabei sind Mädchen häufiger betroffen als Jungen. Es kommt dabei zu unwillkürlichem Harnverlust beim Lachen, ohne, dass vorher Harndrang bestanden hätte. Meist legen sich diese Symptome im Laufe der Pubertät von alleine, ohne, dass immer eine Therapie von Nöten ist. Wenn die Giggle Inkontinenz allerdings sehr gehäuft auftritt, kann dies für die betroffenen Kinder und ihre Eltern eine psychische Belastung darstellen.

Kinder könnten von Schulkameraden gehänselt oder ausgelacht werden, sodass manche Kinder sogar versuchen, das Lachen zu vermeiden, damit nicht ungewollt Urin abgeht. Daher können einige Therapiemaßnahmen durchaus helfen, die Symptome der Giggle Inkontinenz zu mindern.

Auch bei Erwachsenen kann die Giggle Inkontinenz auftreten. Meist handelt es sich hierbei um eine Form der Belastungs- oder Dranginkontinenz, wobei auch eine Überaktivität der Blase vorliegen kann.

 

Woher kommt die Giggle Inkontinenz?

Wie genau die Giggle Inkontinenz entsteht, ist nicht immer eindeutig. Erbliche Anlagen scheinen eine Rolle zu spielen, da häufig mehrere Fälle innerhalb einer Familie auftreten. Des Weiteren wird vermutet, dass bei Kindern die Steuerung der Blasenkontrolle noch nicht in vollem Maße vorhanden ist.

Bei der Belastungsinkontinenz kann es ebenfalls beim Lachen zu unwillkürlichem Harnverlust kommen. Hier ist meist ein zu schwacher Blasenschließmuskel in Folge eines geschwächten Beckenbodens eine Ursache. Bei der Dranginkontinenz können unterschiedliche Ursachen vorliegen, wie etwa eine Übersensibilität der Blase, den dazugehörigen Muskeln oder Probleme bei der Reizweiterleitung der Nerven.

 

Wie wird die Giggle Inkontinenz behandelt?

Die Giggle Inkontinenz kann auf verschiedene Arten behandelt werden, je nachdem, welche Ursache festgestellt werden kann. Möglich ist ein Beckenbodentraining, das dabei hilft, die Muskeln des Beckenbodens zu stärken und somit eine Steuerung des Harnabgangs wieder bewusst zu kontrollieren. Ebenso können Medikamente zur Blasenstärkung oder zur Entspannung der Blasenmuskeln hilfreich sein. Eine andere Methode ist bei Erwachsenen der Einsatz von Botulinumtoxin A. Dieses wird in den Blasenmuskel injiziert und kann dort bis zu einem Jahr wirksam sein. Allerdings setzen nicht alle Ärzte diese Therapiemethode ein.1

 

 

 

Hinweis:

Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Sind Sie oder Ihre Kinder vom oben beschriebenen Krankheitsbild betroffen, sollten Sie einen Facharzt aufsuchen und sich von diesem eingehend beraten lassen.

 


1 http://www.aerztezeitung.de/medizin/fachbereiche/gynaekologie/article/460936/toxin-zaehmt-giggle-inkontinenz.html