Wie äußert sich eine Reizblase?

reizblase symptomePatienten mit einer Reizblase fühlen sich in ihrer Lebensqualität oft stark eingeschränkt. Die Reizblase wird auch als überaktive oder hyperaktive Blase bezeichnet. Typischerweise haben Frauen und Männer mit einer Reizblase sehr häufig und oftmals auch sehr plötzlich den Drang, Wasser zu lassen.

In manchen Fällen kann die gereizte und schwache Blase bis hin zu einer Inkontinenz führen, bei der die Patienten den Urin nicht mehr halten können und es dadurch zum ungewollten Einnässen kommt. Dies gilt besonders, wenn nicht in kürzester Zeit eine Toilette verfügbar ist. So kann sich eine gereizte Blase auf Dauer zu einer Dranginkontinenz entwickeln.

 

Wie entsteht eine Reizblase?

Die Ursachen für die Reizblase können häufig nur schwer erkannt werden. Daher gilt die gereizte Blase in vielen Fällen auch noch als rein psychosomatische Störung, wobei durchaus körperliche Faktoren eine Rolle spielen können. Oftmals liegt das Problem in dem Reizweiterleitungssystem zwischen Blase und Gehirn. Normalerweise meldet die Blase dem Gehirn etwa ab einem Füllstand von 300 ml das Signal zum Entleeren der Blase. Das Fassungsvermögen ist dabei sogar noch deutlich höher. Diese übersteigerte Sensitivität der Blase hat zur Folge, dass demnach ständiger Harndrang besteht, fast unabhängig vom Füllstand der Blase.

 

Man unterscheidet zwei Formen der Reizblase, die primäre und sekundäre Form. Bei der primären Form sind die Ursachen im Nervensystem zu finden, während bei der sekundären Reizblase oftmals Entzündungen, Blasensteine oder Tumore eine Rolle spielen. Daneben können auch ein falsches Toilettenverhalten oder psychische Aspekte für die hyperaktive Blase verantwortlich sein. So kennen viele Betroffene zum Beispiel Symptome einer gestressten und gereizten Harnblase vor Prüfungen oder Aktivitäten, die mit viel Aufregung verbunden sind.

 

Wie kann man eine Reizblase behandeln?

Zunächst ist es wichtig, bei länger anhaltenden Symptomen wegen der Reizblase mit dem Arzt zu sprechen, damit sich die Beschwerden nicht verschlimmern und eine Dranginkontinenz oder andere Folgeerkrankungen entstehen. Der Arzt wird zunächst eine umfassende körperliche Untersuchung veranlassen, um die Ursache für die überaktive Blase zu finden. Die Therapie richtet sich dann nach dem Resultat. Eventuell ist eine Veränderung der Toilettengewohnheiten sinnvoll, auch Beckenbodentraining, eine Psychotherapie oder Entspannungsübungen wie Yoga können hilfreich sein. In schweren Fällen können auch einige Medikamente helfen, die Blasenmuskulatur wieder zu entspannen.1

 

 

Hinweis:

Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Leiden Sie unter dem oben beschriebenen Krankheitsbild, sollten Sie einen Facharzt aufsuchen und sich von diesem eingehend beraten lassen.

 

 


1 http://www.tk.de/tk/krankheiten-a-z/krankheiten-r/reizblase/30544