Starker Harndrang – Was verbirgt sich dahinter?

starker harndrangStarker Harndrang kann durch viele Faktoren ausgelöst werden. Wer lange nicht zur Toilette konnte, wird mit Sicherheit früher oder später merken, dass ein starker Harndrang auftritt – Das ist lediglich das Zeichen dafür, dass die Blase voll ist und entleert werden muss. Tritt starker Harndrang jedoch häufiger und vor allem sehr plötzlich auf und schafft es die Betroffene manchmal nicht mehr rechtzeitig zur Toilette, kann dies ein Zeichen für eine Dranginkontinenz sein.

Bei der Dranginkontinenz entsteht massiver Druck, obwohl die Blase noch nicht wieder gefüllt ist. Typisch ist, dass der Urin unkontrolliert schwallartig abgeht – und das oft mehrmals in der Stunde. Bei solchen Warnzeichen sollte baldmöglichst ein Arzt aufgesucht werden, damit der starke Harndrang wieder unter Kontrolle gebracht werden kann.

 

Starker Harndrang: Ursachen

Ein starker Harndrang kann viele verschiedene Ursachen haben. Tritt das Phänomen nur gelegentlich auf auf, können Faktoren wie Alkoholkonsum, das übermäßige Trinken von Kaffee oder entwässernden Tees eine Rolle spielen. Auch Stress führt bei vielen Menschen zu einem ständigen, starken Harndrang, der in diesem Falle psychische Ursachen hat.

 

Bemerkt die Betroffene jedoch immer wieder starken Harndrang, bei dem es auch zu ungewolltem Urinverlust kommt und tritt dieser plötzlich und überfallsartig auf, kann eine Dranginkontinenz vorliegen. Die Dranginkontinenz wird auch als überaktive Blase bezeichnet und kann ihre Ursachen in Schädigungen der Nerven, neurologischen Erkrankungen wie Multipler Sklerose, Parkinson oder Alzheimer oder auch Reizungen der Blase durch Harnwegsinfekte oder Blasensteine haben. Ist der Abfluss des Urins aus der Blase durch eine Harnröhrenverengung behindert, kann hierdurch ebenfalls massiver Blasendruck ausgelöst werden.

 

Starker Harndrang: Behandlung

Starker Harndrang muss nicht in jedem Fall behandelt werden. Erst, wenn die Symptome zur Belastung werden und es zu Inkontinenz kommt, sollte ein Mediziner aufgesucht werden, der die Ursachen hierfür näher beleuchtet. Liegt eine Dranginkontinenz vor, hängt die Behandlung von den vorliegenden Ursachen ab. Eventuell kann ein Beckenbodentraining helfen, die Muskeln und Nerven rund um die Harnwege wieder zu aktivieren. Ebenso kann gezieltes Blasentraining helfen, die Blase wieder nach und nach an höhere Füllstände zu gewöhnen. Bringen diese Therapieansätze keine Erfolge, können auch Medikamente eingesetzt werden, wenn nach wie vor starker Harndrang vorliegt.1

 

Hinweis:
Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Leiden Sie unter starkem Harndrang sollten Sie einen Facharzt aufsuchen und sich von diesem beraten lassen.

 


1 http://www.apotheken-umschau.de/Harninkontinenz