Selbsthilfe bei Inkontinenz – Der erste Schritt führt zum Arzt

inkontinenz selbsthilfePatienten mit Inkontinenz haben viele Möglichkeiten zur Selbsthilfe. Inkontinenz ist für die Betroffenen ein empfindliches, unangenehmes Thema. Die Erkrankung geht einher mit viel Scham, dem Gefühl, die Beschwerden verheimlichen zu müssen, oftmals großer Hilflosigkeit und Überforderung. So lange kein Arzt aufgesucht wurde, ist der Umgang mit der Erkrankung schwierig, die Möglichkeiten zur Selbsthilfe sind unklar und die Situation scheint oftmals ausweglos. Das Verbergen der Inkontinenz ist nicht immer einfach, vor allem, wenn die Beschwerden stärker werden. Der ständige Gang zur Toilette, das häufige Wechseln von Wäsche und ein zunehmendes Zurückziehen aus sozialen Beziehungen fallen früher oder später auf.

 

Der wohl schlimmste Gedanke ist, dass aufgrund von Harnabgang die Wäsche so durchnässt wird, dass dies nach außen sichtbar wird. Daher ist es wichtig, baldmöglichst einen Arzt aufzusuchen. Dieser kann bei der Selbsthilfe viele Ratschläge geben und auch Möglichkeiten aufzeigen, wie im Alltag zunächst mit den Beschwerden gelebt werden kann, ehe eine therapeutische Behandlung greift. Ebenfalls hilft es, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen und mit ihnen über Selbsthilfe bei der Inkontinenz zu sprechen. Es gibt zahlreiche Hilfsmittel, die das Leben mit Inkontinenz erleichtern können.

 

Selbsthilfe bei Inkontinenz beginnt in den eigenen vier Wänden

Nachdem mit dem Arzt über Selbsthilfe zur Inkontinenz gesprochen wurde, kann der Umgang mit der Erkrankung leichter werden. Die richtige Diagnose und die Chance auf Heilung geben Mut und Hoffnung. Einige Therapien, wie beispielsweise das Beckenbodentraining, erfordern jedoch etwas Geduld. Daher ist es wichtig, auch diese Übergangszeit so angenehm wie möglich zu gestalten. Dazu gehört zum Beispiel, das Umfeld zu Hause so zu gestalten, dass sich der Patient dort wohlfühlen kann. Den meisten Betroffenen ist es auch weiterhin wichtig, dass die Erkrankung nicht in der Öffentlichkeit bekannt wird und auch zu Hause keine Spuren der Inkontinenz zu erkennen sind.

 

Daher ist zur Selbsthilfe bei Inkontinenz zum Beispiel sinnvoll, die Einlagen und anderen Hilfsmittel gut zu verstauen, sodass nicht jeder Gast auf der Toilette Zugang dazu hat. Des Weiteren sollten die Mülleimer, in den die benutzen Einlagen wandern, regelmäßig geleert werden, um Gerüche fern zu halten. Das Bett sollte eine spezielle Kunststoff-Unterlage bekommen, damit die Matratze nicht den Urin aufsaugt und erneuert werden muss. Solche Maßnahmen zur Selbsthilfe bei der Inkontinenz können zumindest dafür sorgen, dass zu Hause ein sorgloser Umgang mit den Beschwerden möglich wird.

 

Praktische Hilfen zur Selbsthilfe bei Inkontinenz

Es gibt so einiges, was Patienten zur Selbsthilfe bei ihrer Inkontinenz tun können. Je nach Ursache der Erkrankung ist Beckenbodentraining eine der wichtigsten Therapiemaßnahmen. Dabei werden mit Hilfe von gymnastischen Übungen die Muskeln des Beckenbodens gestärkt, was gleichzeitig eine verbesserte Funktion des äußeren Blasenschließmuskels zur Folge hat. Wie genau das Beckenbodentraining zur Selbsthilfe bei Inkontinenz funktioniert, kann ein Krankengymnast, Physiotherapeut oder auch eine Hebamme im Falle einer schwangerschaftsbdingten Inkontinenz erklären.

 

Das Beckenbodentraining kann unterstützt werden durch technische Geräte. Am häufigsten wird hier ein TENS Reizstromgerät verwendet. Dabei wird eine Sonde vaginal eingeführt, die mit Hilfe von elektrischen Impulsen die Beckenbodenmuskeln trainiert. Diese Methode ist völlig schmerzfrei und dient als praktische Hilfe zur Selbsthilfe bei Inkontinenz.

 

Unter Anleitung des Arztes kann der Patient zu Hause auch ein Blasentraining durchführen. Dabei wird vor allem bei einer überaktiven/schwachen Blase gelernt, nicht jedem Harndrang sofort nachzugeben. Die Blase soll an feste Toilettenzeiten gewöhnt werden.

 

Nicht zuletzt dienen einige Mittel aus der Homöopathie als Mittel zur Selbsthilfe bei Inkontinenz. Bestimmte Globuli werden eingenommen, um gegen die verschiedenen Beschwerden zu wirken. Dabei kann ein Heilpraktiker oder Homöopath helfen, die passenden Mittel auszuwählen.1

 

Hinweis:
Dieser Text ersetzt keine ärztliche Beratung. Sollten Sie von Inkontinenz betroffen sein, sollten Sie einen Arzt aufsuchen und sich von einem Fachmann beraten lassen.

 

1 http://www.selbsthilfeverband-inkontinenz.org